Aufguss

Facebooktwittergoogle_plusredditpinterestlinkedinmail

Was hat es mit dem Saunaaufguss auf sich?

Beim Aufguss verhält es sich, wie bei allem, was die Sauna betrifft. Es gibt zahlreiche Arten zu Saunieren und mindestens so viele Aufgussarten und Aufgusszeremonien. Grundsätzlich dient der Aufguss zum Verstärken des Saunaeffekts. Abhängig von der Aufgusszeremonie wird für den Aufguss kaltes, heißes und eventuell mit ätherischem Öl versetztes Wasser auf die heißen Saunasteine übergossen. Es entsteht aufsteigender Wasserdampf, der für kurze Zeit die Luftfeuchtigkeit während des Saunagangs erhöht. Von einem Saunameister, in kleinen Saunen von einem Saunagast, kann der Dampf vom Saunaaufguss mit einem Handtuch verwedelt werden. Der Wasserdampf der Aufgüsse wird dabei von oben nach unten über die Saunagäste gewedelt, damit er sich auf der Haut niederschlägt. Für eine gewisse Zeit verhindert man das Verdunsten über die Haut, was einen Anstieg der Körpertemperatur zur Folge hat. Unerfahrene Saunagänger sollten während einem Saunaaufguss auf den unteren Bänken der Sauna Platz nehmen.

Verschiedene Techniken für die Aufgüsse

Der Saunaaufguss gilt als Highlight beim Saunieren, so dass sich nicht nur zahlreiche Aufgussarten entwickelten, sondern die Aufgusszeremonie auch optisch zelebriert wird. Beim Aufguss gibt es landestypische Rituale. Auch jeder Saunameister hat seine eigenen Techniken. Hierzulande hat sich der Saunaaufguss in der Form etabliert, dass ungefähr 5 Liter kalten Wassers mit einem Aufgusspräparat gemischt werden. Durchaus können die Saunagäste wählen, welche Duftrichtung als Aufgusszusatz Anwendung findet, ebenso kann der Aufgießer den Saunierenden eine Aufgussmixtur darbieten. Klassische Aromen werden durch ätherische Öle wie Fichte, Latschenkiefer, Menthol oder Mixturen wie etwa Winterdüfte als Zusatz für die Aufgüsse eingesetzt. Vor dem Aufgießen kann die Sauna nochmals kurz gelüftet, die Saunagänger danach für einige Minuten nochmals schwitzen gelassen werden. Die etwa 500 °C heißen Saunasteine werden nun mit der Saunakelle, auch Löylykelle genannt, sowie dem aromatisierten Wasser übergossen. Dieser Vorgang wird solange wiederholt, bis der Wassereimer gut ein Drittel entleert wurde, wird mit dem so genannten Wacheltuch oder einem Fächer aufgewedelt. Pro Saunagang können bis zu drei Aufgüsse gemacht werden – mehr ist für die Gesundheit nicht zuträglich.

Die unterschiedlichen Aufgussarten

Wie bereits angedeutet, sind die Möglichkeiten der Saunaaufgüsse vielfältig. Neben unaromatisiertem und aromatisiertem Aufguss stehen auch Eis-Schnee-Aufgüsse, Gießkannenaufgüsse, Honig-, Salz-, Frucht- und Bieraufgüsse zur Auswahl, ebenso wie jener mit Birken oder zahlreicher andere Aufgussarten. Nicht immer bezieht sich die Bezeichnung auf den Zusatz, der dem Wasser der Aufgüsse beigemischt wird, sondern auf ein Ritual, das mit dem jeweiligen Saunaaufguss verbunden wird, wie beim Honigaufguss. Hier wird während dem Saunieren der Körper mit Honig eingerieben, während für die Aufgusszeremonie als Zusatz für den Saunazuber gerne fruchtige Duftöle verwendet werden.

Russisches Wenikritual

Beim Birkenaufguss während dem russischen Wenikritual kann sowohl Birkenwasser für die Aufgüsse genutzt werden oder aber Birkenzweiggebinde, mit denen die Saunagäste abgeschlagen werden. Durch hohe Luftfeuchtigkeit im Saunaraum und dem Quästen ist dieses Saunaritual sehr effektiv. Lesen Sie hier mehr über das russische Wenikritual.

Facebooktwittergoogle_plusredditpinterestlinkedinmail

Post Comment